Von der Idee zur alpinen Attraktion

Alle zur Zeit festgelegten und publizierten Empfehlungen für den Klettersteigbau werden berücksichtigt. Die Ausführung erfolgt in „massiv robuster Bauart“.

Verwendete Materialien:

Bauweise:
Sämtliche Stahlanker werden mit normiertem Befestigungsmörtel eingebracht.
Trittbügel werden mit normierten Zwei-Komponentenkleber eingebracht. Um die Fangstoßkräfte beim Sturz eines Begehers zu reduzieren, werden die Abstände der Stahlanker auf max. 5m begrenzt (Absturzgelände). Das Stahlseil wird an jedem Stahlanker mit einer Seilklemme fixiert. Sämtliche Seilenden werden mit UV-beständigem Schrumpfschlauch gegen etwaiges Aufspleisen versehen. Die Seilverbindungen und Endverankerungen sind mit mind. 3 Seilklemmen fixiert. Die Anlage wird durch eine entsprechende Beschilderung wie Einstiegs-, Ausstiegs- und ( wenn notwendig ) Notausstieg gekennzeichnet.

Philosophie/Linienführung:
Das Klettererlebnis sollte bei allen neu angelegten Steigen im Vordergrund stehen. Eine lange Begehungs-Saison soll gewährleistet werden. Grundsätzlich gilt es, eine Linie zu finden die steinschlagsicher ist.
Trittbügel werden nur dort gesetzt, wo es unbedingt notwendig ist, etwa um schwierige Passagen zu entschärfen. Der Abstand der Fixpunkte im vertikalen Gelände sollte deutlich kleiner sein als 5 Meter, da die Klettersteigbremsen nach Norm nur für einen freien Sturz von maximal 5 Meter ausgelegt sind. Gezeigt hat sich auch, dass es bei extrem schwierigen Steigen kaum Begehungen gibt und es empfiehlt sich daher ein mittlerer Schwierigkeitsgrad von max. C-D (nach Schall Skala Österreich), um das breite Klettersteigpublikum anzusprechen. Ideal ist - wenn die Möglichkeit besteht - die Errichtung eines Notabstieges/ Austieges.
Der Klettersteig sollte in beiden Richtungen begehbar sein.

Wartung, Überprüfung:
Die gesamte Anlage ist mindestens zweimal jährlich ( Frühjahr und Herbst ), nach Felssturz oder sonstigen unerwarteten Naturereignissen im Routenverlauf einer Überprüfung durch fachkompetente Organe ( Bergführer, Alpinsachverständige ) zu unterziehen. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Fehlerfreiheit der Einzelelemente, sowie der Verbindung derselben (wie z.B. Zustand der Seilklemmen, Seilenden, Vorspannung des Stahlseiles usw.) zu legen. Ebenso ist bei einer Inspektion auf Anzeichen von Beschädigungen durch Vandalismus zu achten.

Dokumentation:
Die Dokumentation über die verpflichtenden Inspektionen und nachfolgenden Instandhaltungsarbeiten werden im Wartungsbuch aufgezeichnet.

Ausrüstung und Sicherung der Begeher:
Die Klettersteiganlage ist für jeden frei zugänglich, die Verwendung der entsprechenden Ausrüstung bzw. Sicherungsmittel obliegt ausschließlich dem Verantwortungsbereich der jeweiligen Begeher.

Von Auftraggeberseite bereitzustellen:
  1. Benützungsmöglichkeit von Forststrassen, Materialseilbahnen und Lifte.
  2. Genehmigung für Transportflüge - wenn notwendig –, sowie für Landeplatz.
  3. Alle notwendigen Genehmigungen um den Klettersteig in der angeführten Bauart ausführen zu können.

Nach unseren Erfahrungen sind folgende Institutionen zu informieren:
Grundstückseigentümer (Bundesforste), National- oder Naturpark, Gemeinde, Landesregierungen, Naturschutz, Jägerschaft

Klettersteige sind nicht mehr Naturschutzgenehmigungspflichtig

Reinhard Ranner, 9640 Kötschach-Mauthen 309
Tel. +43 (0)664 26 10 132 bzw. Email: reinhard@ranner.cc